Engagement für Bautzen

Verein zur Unterstützung ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit in Bautzen und Umgebung.

Erfahrungsaustausch / Treffen der Paten und Migranten aus Bautzen und dem Landkreis Teltow-Fläming

Am 17.8.2019 trafen sich ca 85 Paten und Migranten/Geflüchtete aus Bautzen und Jüterbog/Luckenwalde und Umgebung zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch in Bautzen. Die Gruppe aus Brandenburg besichtigte in Begleitung einzelner Paten zunächst das Sorbische Museum und erkundete mit einer Stadtführerin die historische Altstadt. Am Nachmittag trafen sich beide Patengruppen und die von ihnen betreuten Flüchtlinge zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch im Haus der Sorben.

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Die Gesprächsrunde mit über 80 Teilnehmenden wurde von Petra Schickert (Kulturbüro Dresden) moderiert. Zunächst stellten die beiden kürzlich in Bautzen gegründeten Migrantenvereine Nisaa und ViVVo e.V. ihre bisherige Arbeit vor. Danach folgte der Austausch zu verschiedenen Themen an 5 Tischen in gemischten Gruppen aus ca. 15-18 Paten und Geflüchteten aus beiden Orten. Themen, die in 90min besprochen wurden, waren u.a. Umgang mit Fremdenfeindlichkeit, Bewahrung der eigenen Identität, Kultur und Sprache im anderen Land, Diskriminierung am Arbeitsplatz, fehlende Mitwirkungspflicht, Probleme und mögliche Lösungen bei Ausbildungs- und Arbeitssuche. Am Ende des Workshops fasste jeder Tisch Ergebnisse unter drei Gesichtspunkten zusammen: 1. Unsere wichtigste Erkenntnis, 2. Was heißt das für die weitere Arbeit, 3. "Aha-Erlebnisse" in der Gruppe (siehe Fotos).

In den Gesprächen wurde u.a. deutlich, dass die meisten Flüchtlinge in gutem Deutsch sprachen, viele schon in Arbeit oder Ausbildung sind. Die Integration der Geflüchteten gelingt vielfach schon sehr gut, an anderen Stellen ist sie genauso kompliziert in Bautzen wie in Jüterbog. Es fehlt an Wohnraum, Kita-Plätzen, Ausbildungsplätzen und die bürokratischen Hürden sind oft sehr hoch.

Einige Geflüchtete und Paten berichteten von Anfeindungen und Beleidigungen in der Stadt konnten aber gleichzeitig feststellen, dass ihnen oft deutsche Mitbürger zur Hilfe und Unterstützung kamen.

Am Ende des Erfahrungsaustausches wurde deutlich, dass es trotz der Probleme, ein gutes Gefühl ist, Menschen in Not zu helfen, unsere demokratischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um das Machbare zu erreichen.

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